Betreute Diplomarbeiten

 

 

 

 

 

3-dimensionale Modellerstellung und Berechnung einer Asynchronmaschine mit Käfigläufer mit exzentrischem Rotor

Die Verwendung elektrischer Antriebe im Kfz-Bereich nimmt stetig zu. Sie bedürfen geringer Wartung und besitzen ein geringeres Volumen und Gewicht als mechanische Systeme. Auch für die Servolenkung kann statt eines hydraulischen ein elektrischer Antrieb eingesetzt werden. Aufgrund der robusten und kostengünstigen Bauform und der Systemsicherheit im Falle eines Windungsschlusses wird dabei eine Asynchronmaschine mit Käfigläufer einer Permanentmagnet erregten Synchronmaschine vorgezogen.

Bei der Fertigung der Asynchronmaschine ist mit Toleranzen zu rechnen, durch die eine exakte zentrische Lage des Rotors nicht gegeben ist. Durch diese exzentrische Lage entstehen erhebliche Rüttelkräfte in der Maschine, welche sich negativ auf die Laufruhe und damit die Schallabstrahlung auswirken. Es entstehen Geräusche, die zwar mechanisch unbedenklich sind, aber vom Kunden als störend empfunden werden, nicht zuletzt deswegen, weil es sich um neuartige Geräusche handelt, die keiner herkömmlichen Quelle zugeordnet werden. Bei der Entwicklung einer elektrischen Lenkhilfe gilt es, störende Lärmquellen zu identifizieren und wenn möglich auszuschalten.

Um die Kraftanregungen, die zur Geräuschentstehung führen, abschätzen zu können, werden neben zentrischen auch exzentrische Maschinenmodelle berücksichtigt. Eine solche Fehlerbetrachtung beinhaltet die Durchführung einer elektromagnetischen Feldberechnung der Asynchronmaschine, einer strukturdynamischen und akustischen Rechnung. Die elektromagnetische Berechnung ist Bestandteil dieser Arbeit.

Hierzu werden parametergestützte, exzentrische finite Elemente 2D- und 3D-Modelle der Asynchronmaschine mit Käfigläufer erstellt. Ergebnisse der 2D-Rechnung werden für die 3D-Simulation verwendet. Anschließend wird für beide Fälle eine Spektralanalyse durchgeführt und die Resultate miteinander verglichen. Besondere Berücksichtigung erfährt hierbei die Einschränkung durch den Rechenaufwand der 3D-Rechnung, wo aufgrund der Größe der Modelle die Kräfte und das Drehmoment der Maschine gröber abgetastet werden müssen.

 

Beendet im Mai 2003