Betreute Diplomarbeiten

 

 

 

 

 

Untersuchung verschiedener Rechenwege zur Berechnung des Körperschalls eines elektrischen Lenkhilfeantriebs mittels der Methode der finiten Elemente

Die Verwendung elektrischer Antriebe im Kfz-Bereich nimmt stetig zu. Dabei werden sukzessiv mechanische Systeme, wie der hydraulische Antrieb der Servolenkung, ersetzt. Als elektrischer Antrieb der Lenkhilfe werden Asynchronmaschinen mit Käfigläufern oder Permanentmagnet erregte Synchronmotoren eingesetzt.

Um eine elektrische Maschine akustisch zu berechnen, wird zunächst eine elektromagnetische Feldrechnung für eine Reihe von Zeitschritten durchgeführt. Mittels der Feldverteilung eines jeden Zeitschritts wird die Kraftanregung auf die Statorzähne ermittelt. Die Kraftanregung wird einer Frequenzanalyse unterzogen und auf ein mechanisches Modell, welches neben Stator und Rotor auch das Gehäuse, die Welle, die Kugellager und die Gehäusedeckel besitzt, für einzelne Frequenzen übertragen und eine strukturdynamische Berechnung durchgeführt. Resultat ist die Verformung der Maschine. Mit der Verformung ist es nun möglich akustische Größen, wie z.B. den Körperschall, zu berechnen.

Zur Ermittlung Kraftanregung sind zwei Vorgehensweisen bekannt. Nahe liegend ist es, wie für die Verformungssimulation auch für die elektromagnetische Berechnung der Maschine, 3-dimensionale Simulationen durchzuführen. Dies erfordert einen erhöhten Rechenaufwand und schränkt somit die Frequenzauflösung der folgenden Rechenschritte stark ein. Die alternative Vorgehensweise ist es, die Maschine in Scheiben zu unterteilen und die einzelnen Scheiben mittels 2-dimensionaler Feldrechnung zu simulieren. Die Problematik besteht nun vielmehr in der Auswahl der Kraftangriffspunkte und der Transformation der Kräfte auf das 3-dimensionale, strukturdynamische Modell.

Im Rahmen der Diplomarbeit sollen beiden Rechenwege für den gleichen elektrischen Lenkhilfeantrieb nachvollzogen werden. Ziel ist es, zu ermitteln, ob der 2-dimensionale Ansatz eine genügend exakte Aussage für die akustischen Größen zulässt.

 

Beendet im November 2004